19. Mai 2026, Autor*in: Petra Seifert, myview systems GmbH
Digital Asset Management für die Lichtindustrie:
Wenn das DAM die Datei kennt, aber ihren Inhalt nicht versteht
Technische Lichtdaten im DAM: Gut verwaltet oder wirklich nutzbar?
Bilder, Videos und Dokumente zentral verwalten, schnell wiederfinden und für unterschiedliche Kanäle bereitstellen. Dafür sind klassische Digital Asset Management-Systeme gemacht.
Doch was passiert, wenn es nicht mehr nur um Bilder und Dokumente geht, sondern um photometrische Daten, 3D-Leuchtenmodelle oder spezielle Austauschformate?
In der Lichtindustrie gehören solche technischen Dateien zum Alltag. Und sie stellen Anforderungen an das Digital Asset Management, die weit über die klassische Medienverwaltung hinausgehen.
Denn eine Datei zu speichern, bedeutet noch lange nicht, ihren Inhalt auch nutzen zu können.
Lichtdaten sind keine gewöhnlichen Assets
Ob LDT, IES, GLDF oder L3D – hinter diesen Formaten stecken wichtige technische Informationen, die beispielsweise für die professionelle Lichtplanung benötigt werden.
LDT- und IES-Dateien beschreiben die Lichtverteilung einer Leuchte und bilden damit eine wichtige Grundlage für lichttechnische Berechnungen. L3D-Dateien enthalten dreidimensionale Leuchtenmodelle. Und mit GLDF steht ein Austauschformat zur Verfügung, das unterschiedliche technische Informationen zu einer Leuchte strukturiert zusammenführen kann.
Für Leuchtenhersteller sind diese Daten unverzichtbar. Sie werden im Produktmanagement gepflegt, für Handel und Vertrieb bereitgestellt und in Lichtplanungsprogrammen wie DIALux oder Relux eingesetzt.
Die Herausforderung liegt dabei nicht allein in der Vielzahl unterschiedlicher Dateiformate.
Entscheidend ist, dass die enthaltenen Informationen erkannt, verarbeitet und für die jeweiligen Anwendungen nutzbar gemacht werden können.
Entscheidend ist, dass die enthaltenen Informationen erkannt, verarbeitet und für die jeweiligen Anwendungen nutzbar gemacht werden können.
Warum klassische DAM-Systeme hier an Grenzen stoßen
Ein klassisches DAM kann technische Dateien grundsätzlich speichern, verschlagworten und verwalten. Doch bei spezialisierten Formaten endet die Funktionalität häufig genau dort.
Während sich Bilder und Videos direkt als Vorschau darstellen lassen, bleiben die Inhalte technischer Lichtdaten ohne entsprechende Unterstützung oft unsichtbar.
Wer beispielsweise ein 3D-Leuchtenmodell prüfen möchte, benötigt eine geeignete Visualisierung. Wer photometrische Daten für unterschiedliche Märkte bereitstellen muss, arbeitet möglicherweise mit verschiedenen Dateiformaten. Und wer aktuelle Lichtdaten an Planungssysteme übergeben möchte, ist auf zuverlässige Bereitstellungsprozesse angewiesen.
Fehlen diese Möglichkeiten im DAM, entstehen zusätzliche Arbeitsschritte.
Dateien müssen in separaten Anwendungen geöffnet, manuell konvertiert oder für unterschiedliche Empfänger aufbereitet werden. Das kostet Zeit und erhöht den Abstimmungsaufwand zwischen den beteiligten Abteilungen.
Die eigentliche Frage lautet deshalb nicht nur:
Wo verwalten wir unsere technischen Assets?
Sondern auch: Was kann unser DAM mit diesen Daten anfangen?
Was ein DAM für die Lichtindustrie können sollte
Wer technische Lichtdaten effizient verwalten möchte, braucht Funktionen, die auf die Besonderheiten dieser Datenformate abgestimmt sind.
Dabei sind vor allem vier Fähigkeiten entscheidend.
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Technische Modelle sichtbar machen
3D-Leuchtenmodelle lassen sich anhand eines Dateinamens nur schwer identifizieren. Gerade bei umfangreichen Produktsortimenten mit zahlreichen Varianten wird das schnell zur Herausforderung.
Automatisch erzeugte Vorschaubilder können hier einen großen Unterschied machen.
Werden beispielsweise L3D-Dateien direkt im DAM mit einer Vorder- und Seitenansicht visualisiert, lassen sich Modelle schneller erkennen, zuordnen und prüfen.
Die technische Datei wird damit nicht nur verwaltet, sondern unmittelbar zugänglich gemacht.
Photometrische Daten direkt erkennen und prüfen
LDT- und IES-Dateien enthalten Informationen über die Lichtverteilung einer Leuchte. Anders als bei einem klassischen Produktbild ist ihr Inhalt jedoch nicht ohne Weiteres sichtbar.
Ein DAM, das diese Formate unterstützt, kann entsprechende Vorschauen bereitstellen und damit die Arbeit mit photometrischen Daten deutlich vereinfachen.
Auch moderne Austauschformate wie GLDF stellen besondere Anforderungen. Sie können unterschiedliche Informationen und Dateien zu einem Leuchtenprodukt in einer strukturierten Form zusammenführen.
Für die Verwaltung solcher Assets ist es deshalb hilfreich, wenn ein DAM nicht nur den Dateityp erkennt, sondern auch geeignete Möglichkeiten zur Darstellung und Prüfung der Inhalte bietet.
Unterschiedliche Dateiformate automatisch bereitstellen
Nicht jede Anwendung und nicht jeder Markt arbeitet mit denselben technischen Formaten.
Während in Europa häufig LDT-Dateien verwendet werden, ist insbesondere in Nordamerika das IES-Format verbreitet.
Müssen beide Formate bereitgestellt werden, entsteht bei einer manuellen Konvertierung zusätzlicher Aufwand.
Ein DAM mit entsprechender Konvertierungsfunktion kann diesen Prozess automatisieren und die benötigten Dateien für unterschiedliche Zielmärkte und Anwendungen verfügbar machen.
Das vereinfacht die internationale Produktkommunikation und reduziert wiederkehrende Arbeitsschritte.
Lichtplanungsprograme zuverlässig versorgen
Technische Lichtdaten entfalten ihren eigentlichen Nutzen dort, wo sie eingesetzt werden.
Für Lichtplaner sind Programme wie DIALux und Relux wichtige Werkzeuge, um Beleuchtungslösungen zu berechnen und zu planen.
Damit aktuelle Leuchtenprodukte in diesen Anwendungen genutzt werden können, müssen die benötigten technischen Informationen in geeigneter Form bereitstehen.
Ein auf die Lichtindustrie ausgerichtetes DAM sollte deshalb auch die Bereitstellung der entsprechenden Assets für solche Planungssysteme unterstützen.
Je stärker sich diese Prozesse automatisieren lassen, desto weniger manuelle Arbeit entsteht bei neuen Produkten, Varianten oder aktualisierten Daten.
Weniger Dateiverwaltung. Mehr Zeit für die eigentlichen Aufgaben.
Was zunächst nach sehr speziellen technischen Funktionen klingt, hat unmittelbare Auswirkungen auf den Arbeitsalltag.
Technische Assets können schneller identifiziert und geprüft werden. Benötigte Dateiformate lassen sich automatisiert erzeugen und Informationen für unterschiedliche Anwendungen bereitstellen.
Produktmanagement und technische Fachabteilungen müssen weniger Zeit für wiederkehrende Aufgaben aufwenden. Vertrieb, Handel und Lichtplaner profitieren davon, dass benötigte Informationen einfacher und zuverlässiger verfügbar gemacht werden können.
Aus einer reinen Dateiablage wird so ein System, das technische Prozesse aktiv unterstützt.
Doch wie lassen sich diese Anforderungen konkret in einem Digital Asset Management-System umsetzen?
Wie xmedia DAM die besonderen Anforderungen der Lichtindustrie erfüllt
Genau an diesem Punkt setzt xmedia DAM von myview an.
Die Lösung bietet spezielle Funktionen für den Umgang mit technischen Datenformaten der Lichtindustrie. Damit lassen sich branchenspezifische Assets nicht nur zentral verwalten, sondern auch visualisieren, verarbeiten und für unterschiedliche Anwendungen bereitstellen.
So erzeugt xmedia DAM beispielsweise automatisch Vorschaubilder von L3D-Dateien mit Vorder- und Seitenansicht. Auch für LDT-, IES- und GLDF-Dateien stehen Funktionen zur Visualisierung im Asset-Browser zur Verfügung.
Die automatische Konvertierung zwischen LDT und IES erleichtert die Bereitstellung photometrischer Daten für unterschiedliche Märkte und Anwendungen.
Darüber hinaus unterstützt xmedia die Anbindung an Lichtplanungsanwendungen wie DIALux und Relux, sodass technische Informationen in die entsprechenden Planungsprozesse eingebunden werden können.
Die Besonderheit liegt im Zusammenspiel dieser Funktionen: Technische Lichtdaten werden nicht nur als Dateien betrachtet, sondern entsprechend ihren spezifischen Anforderungen verarbeitet und nutzbar gemacht.
Und noch ein weiterer Aspekt eröffnet zusätzliche Möglichkeiten: xmedia DAM lässt sich direkt mit xmedia PIM verbinden. Dadurch können technische Assets den zugehörigen Produkten und Varianten zugeordnet und gemeinsam mit den Produktinformationen verwaltet werden.
Welche Potenziale sich aus dem Zusammenspiel von PIM und DAM ergeben, ist allerdings ein eigenes Thema.
Technische Assets brauchen mehr als einen Speicherort
Die Lichtindustrie stellt besondere Anforderungen an das Digital Asset Management. Photometrische Daten, 3D-Leuchtenmodelle und branchenspezifische Austauschformate lassen sich nicht mit denselben Funktionen bearbeiten wie klassische Bilder oder Dokumente.
Entscheidend ist deshalb nicht allein, wie gut ein DAM Dateien verwaltet, sondern auch, wie intelligent es mit ihren Inhalten umgehen kann.
Spezialisierte Funktionen zur Visualisierung, Konvertierung und Bereitstellung technischer Daten schaffen dafür die Grundlage.
Mit xmedia DAM zeigt myview, wie sich diese Anforderungen in einer Lösung für die Lichtindustrie umsetzen lassen.
Digitale Medien in intelligente digitale Assets transformieren.
Wie lassen sich technische Assets einfacher verwalten, visualisieren und für unterschiedliche Anwendungen bereitstellen?
Entdecken Sie die branchenspezifischen Möglichkeiten von xmedia DAM.
