Vom ERP-Projekt zur Datenstrategie

SAP S/4HANA als Chance: Warum Unternehmen ihre Produktdaten jetzt neu denken sollten 

Die große SAP-Transformation läuft – aber was bedeutet das für Produktdaten?

 

 

Die große SAP-Transformation läuft – aber was bedeutet das für Produktdaten?

Für viele Unternehmen ist die Migration auf SAP S/4HANA aktuell eines der wichtigsten IT-Projekte der kommenden Jahre. Der bevorstehende Support-Ende-Zeitpunkt für SAP ECC zwingt zahlreiche Organisationen dazu, ihre ERP-Landschaft zu modernisieren und strategische Entscheidungen über ihre zukünftige IT-Architektur zu treffen.

Doch während sich die Diskussion häufig um Cloud-Modelle, Migrationsstrategien und Projektkosten dreht, wird eine zentrale Frage oft erst spät gestellt:

Welche Daten gehören künftig überhaupt noch ins ERP-System?

Genau an dieser Stelle beginnt die eigentliche Chance der Transformation. Denn viele Unternehmen erkennen im Zuge ihrer SAP-Migration, dass Produktinformationen heute deutlich mehr leisten müssen als reine Stammdatenverwaltung.


SAP bleibt wichtig – aber nicht mehr für alles

In der Vergangenheit war SAP häufig die zentrale Plattform für nahezu alle Unternehmensdaten. Produktinformationen, technische Merkmale, Vertriebsinformationen, Marketingtexte und teilweise sogar Medieninhalte wurden direkt im ERP-System verwaltet.

Dieses Modell stößt jedoch zunehmend an seine Grenzen.

Die Anforderungen moderner Unternehmen haben sich verändert:

  • Produkte werden über zahlreiche Kanäle vermarktet.
  • E-Commerce wächst kontinuierlich.
  • Marktplätze verlangen detaillierte Produktinformationen.
  • Kunden erwarten konsistente Informationen auf allen Touchpoints.
  • KI-Anwendungen benötigen hochwertige und strukturierte Daten.
  • ERP-Systeme wie SAP sind hervorragend für Geschäftsprozesse, Finanzdaten und Transaktionen geeignet. Für die Verwaltung komplexer Produktinformationen wurden sie jedoch nie entwickelt.

Deshalb stellt sich für viele Unternehmen heute nicht mehr die Frage:

"Brauchen wir SAP?"

Sondern:

"Welche Rolle soll SAP künftig in unserer Datenarchitektur spielen?"


Die neue Architektur: ERP und PIM arbeiten zusammen

Im Zuge der S/4HANA-Transformation setzen immer mehr Unternehmen auf eine klare Aufgabenverteilung.

Dabei entsteht häufig folgende Struktur:

ERP-System

  • Preise
  • Lagerbestände
  • Materialstammdaten
  • Einkaufs- und Verkaufsprozesse

PIM-System

  • Produktinformationen
  • Marketingtexte
  • Technische Merkmale
  • Medien und Dokumente
  • Übersetzungen
  • Kanalsteuerung

Das PIM wird dabei zur zentralen Plattform für alle produktbezogenen Informationen, während das ERP die kaufmännischen Prozesse steuert.

Diese Trennung schafft Transparenz, reduziert Komplexität und ermöglicht deutlich schnellere Prozesse im Vertrieb und Marketing.


Warum die SAP-Migration häufig ein PIM-Projekt auslöst

Viele Unternehmen starten ihre S/4HANA-Migration mit einem rein technischen Fokus. Im Verlauf des Projekts treten jedoch häufig bekannte Herausforderungen zutage:

  • Produktdaten sind über mehrere Systeme verteilt.
  • Marketing arbeitet mit Excel-Dateien.
  • Produktinformationen sind unvollständig oder veraltet.
  • E-Commerce-Teams pflegen Daten mehrfach.
  • Unterschiedliche Länder und Geschäftsbereiche verwenden unterschiedliche Datenstrukturen.

Die Folge:

Die SAP-Transformation macht sichtbar, dass nicht das ERP-System das eigentliche Problem ist, sondern die fehlende Strategie für Produktdaten.

Aus diesem Grund werden heute zahlreiche PIM-Projekte parallel zu ERP-Modernisierungen gestartet.


Praxisbeispiel: Der Maschinenbauer auf dem Weg in die Zukunft

Ein mittelständischer Maschinenbauer plant die Einführung von SAP S/4HANA.

Zu Beginn des Projekts liegt der Fokus auf Prozessen, Finanzen und Materialwirtschaft. Während der Analysephase wird jedoch deutlich:

  • Produktdaten werden in SAP, Excel und verschiedenen Datenbanken gepflegt.
  • Technische Dokumentationen liegen dezentral vor.
  • Produktinformationen für den Online-Katalog müssen manuell zusammengeführt werden.
  • Internationale Niederlassungen nutzen unterschiedliche Datenstände.

Anstatt diese Strukturen unverändert nach S/4HANA zu übertragen, entscheidet sich das Unternehmen für eine neue Architektur.

SAP übernimmt künftig die Rolle des ERP-Kerns.

Ein PIM-System wird zur zentralen Plattform für sämtliche Produktinformationen.

Das Ergebnis:

  • Höhere Datenqualität
  • Schnellere Produkteinführungen
  • Konsistente Informationen über alle Vertriebskanäle
  • Deutlich geringerer Pflegeaufwand

Dieses Beispiel steht stellvertretend für viele Unternehmen, die ihre SAP-Transformation als Anlass nutzen, ihre gesamte Produktdatenstrategie zu modernisieren.


Welche Auswirkungen hat das auf den PIM-Markt?

Die aktuelle ERP-Transformation verändert den PIM-Markt nachhaltig.

Früher lautete die typische Frage:

"Brauchen wir überhaupt ein PIM-System neben SAP?"

Heute lautet die Frage häufiger:

"Wie integrieren wir unser PIM optimal in die SAP-Landschaft?"

Das zeigt einen grundlegenden Wandel.

Produktinformationen werden zunehmend als strategischer Erfolgsfaktor betrachtet – insbesondere in Branchen mit:

  • komplexen Produktportfolios
  • internationalen Märkten
  • E-Commerce-Aktivitäten
  • hohem Innovationsdruck

Gleichzeitig gewinnen Themen wie Künstliche Intelligenz, automatisierte Content-Erstellung und Omnichannel-Commerce weiter an Bedeutung.

Die Grundlage für all diese Initiativen sind hochwertige Produktdaten.


Warum Unternehmen jetzt handeln sollten

Die kommenden Jahre werden für viele Unternehmen von ERP- und Cloud-Transformationen geprägt sein.

Wer die Migration auf SAP S/4HANA ausschließlich als technisches Upgrade betrachtet, verschenkt wertvolles Potenzial.

Die eigentliche Chance besteht darin, bestehende Prozesse und Datenstrukturen kritisch zu hinterfragen:

  • Wo entstehen Medienbrüche?
  • Welche Daten werden mehrfach gepflegt?
  • Welche Informationen fehlen für E-Commerce und Vertrieb?
  • Wie können Produktdaten effizienter genutzt werden?

Unternehmen, die diese Fragen frühzeitig beantworten, schaffen die Grundlage für nachhaltiges Wachstum und digitale Wettbewerbsfähigkeit.


Fazit

Die Einführung von SAP S/4HANA ist weit mehr als ein ERP-Projekt.

Sie bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre gesamte Datenarchitektur neu zu gestalten und die Rolle von Produktinformationen strategisch neu zu definieren.

SAP bleibt dabei ein zentraler Baustein für Geschäftsprozesse und Transaktionen.

Für die Verwaltung, Anreicherung und Verteilung von Produktinformationen setzen jedoch immer mehr Unternehmen auf spezialisierte PIM-Lösungen.

Wer die aktuelle Transformationsphase nutzt, um ERP und Produktdaten intelligent zu entkoppeln, schafft die Grundlage für bessere Kundenerlebnisse, effizientere Prozesse und zukünftige KI-Anwendungen.
 



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Bei myview begleiten wir Unternehmen dabei, ihre Produktdatenstrategie zukunftssicher aufzustellen.

Wir helfen dabei,

  • Produktdatenprozesse zu analysieren,
  • geeignete PIM-Strategien zu entwickeln,
  • und Produktinformationen effizient für
    • Stammdaten-Governance / Datenqualitätsmanagement,
    • Classification Management,
    • Product Compliance,
    • Vertrieb und Marketing nutzbar zu machen.

Sie planen aktuell eine SAP-Transformation oder möchten Ihre Produktdatenarchitektur modernisieren?

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