Global Data Impact Index 2026: Warum gute Daten allein nicht mehr ausreichen.

Unternehmen erkennen längst den strategischen Wert ihrer Daten. Doch wie gut gelingt es ihnen tatsächlich, daraus messbaren Geschäftserfolg zu erzielen?
Der Global Data Impact Index 2026 von The Group of Analysts (TGOA) und RIWI zeigt: Zwischen Datenstrategie und operativer Umsetzung besteht weiterhin eine deutliche Lücke. Besonders bei Automatisierung, Monitoring und der wirtschaftlichen Nutzung von Daten gibt es Nachholbedarf. Was bedeutet das für Unternehmen und ihr Produktdatenmanagement?
Wo stehen Unternehmen beim Datenmanagement?
Wie weit sind Unternehmen auf dem Weg zu einer wirklich datengetriebenen Organisation?
Der Global Data Impact Index untersucht den Reifegrad des Datenmanagements und dessen Beitrag zum Geschäftserfolg. Dafür wurden 300 Unternehmen aus Europa und Nordamerika mit einem Jahresumsatz von über 100 Millionen US-Dollar befragt.
Das Gesamtergebnis: 64 von 100 Punkten.
Besonders bei der Datenreife zeigt sich mit nur 14 von 25 Punkten Nachholbedarf.
Die Ergebnisse verdeutlichen: Viele Unternehmen haben wichtige Grundlagen geschaffen. Die Herausforderung liegt darin, diese konsequent in funktionierende Prozesse und messbare Ergebnisse zu übersetzen.
Die zentralen Ergebnisse
1. Klare Datenvision, aber zu wenig operative Umsetzung
21 von 25 Punkten erreicht Data Vision und gehört damit zu den stärksten Bereichen der Studie. Transformation Needs kommt dagegen nur auf 12 von 25 Punkten.
Unternehmen wissen also, welchen Nutzen sie aus ihren Daten ziehen möchten. Die dafür notwendigen Veränderungen in Prozessen und Strukturen bleiben jedoch häufig aus.
Das bestätigen auch die Befragten: 33,7% sehen interne Prozesse und Organisationsstrukturen als größtes Hindernis bei der Erreichung ihrer strategischen und operativen Ziele.
Die Konsequenz: Eine Datenstrategie entfaltet ihren Wert erst, wenn sie in klare Verantwortlichkeiten und funktionierende Abläufe übersetzt wird.
2. Gute Datenqualität ist vorhanden, kontinuierliches Monitoring fehlt
Data Governance und Data Quality erreichen jeweils 20 von 25 Punkten. Viele Unternehmen verfügen somit über etablierte Strukturen zur Verwaltung und Qualitätssicherung ihrer Daten.
Anders beim kontinuierlichen Monitoring: Mit nur 12 von 25 Punkten zählt es zu den größten Schwachstellen. Gerade Produktdaten verändern sich laufend, etwa durch neue technische Merkmale, Produktinformationen oder Anforderungen verschiedener Vertriebskanäle.
Die Konsequenz: Datenqualität darf keine einmalige Prüfung sein. Erst kontinuierliches Monitoring macht Abweichungen frühzeitig sichtbar und sicher die Verlässlichkeit nachgelagerter Prozesse.
3. KI ist der wichtigste Trend. Automatisierung bleibt ausbaufähig.
52% der Befragten sehen KI-Anwendungen für Geschäftsprozesse als einen der wichtigsten Trends für 2026. Weitere 43,3% erwarten einen wesentlichen Einfluss von KI auf Data Governance und Richtlinien.
Dem hohen Interesse steht allerdings ein geringer Reifegrad entgegen: AI & Automation erreicht lediglich 12 von 25 Punkten.
Hier liegt das große Potential: Wiederkehrende Aufgaben wie Datenanreicherung, Klassifizierung und Qualitätsprüfung können automatisiert werden. Voraussetzung dafür sind jedoch hochwertige Daten und durchgängige Prozesse.
Die Konsequenz: KI und Automatisierung sollten kein isoliertes Technologieprojekt sein, sondern Teil einer ganzheitlichen Datenstrategie.
Daten in Geschäftswert verwandeln
Mit nur 10 von 25 Punkten erzielt Data-Driven Impact den niedrigsten Wert der Studie. Gleichzeitig schätzen die Befragten das zukünftige Potential ihrer Daten hoch ein.
Die Lücke zwischen Anspruch und Realität ist damit besonders groß: Unternehmen erkennen den wirtschaftlichen Wert ihrer Daten, können ihren tatsächlichen Beitrag zum Geschäftserfolg aber häufig noch nicht ausreichend messen. Dabei lässt sich dieser Beitrag an konkreten Verbesserungen erkennen: kürzere Durchlaufzeiten, weniger manueller Pflegeaufwand, schnellere Informationsbereitstellung oder eine bessere Customer Experience.
Entscheidend ist daher, Dateninitiativen mit konkreten Geschäftsprozessen und messbaren Kennzahlen zu verknüpfen.
Produktdatenmanagement?
Hersteller und Händler verwalten große Mengen komplexer Produktinformationen. Diese müssen aus unterschiedlichen Quellen zusammengeführt, aktuell gehalten und für verschiedene Vertriebskanäle bereitgestellt werden.
Eine hohe Datenqualität ist dafür unverzichtbar, aber sie allein reicht nicht aus.
Entscheidend ist, dass Produktdaten effizient durch die gesamte Prozesskette fließen: Von der Erfassung und Anreicherung über die Qualitätssicherung bis zur Bereitstellung.
Hier kommt einem modernen Product Information Management (PIM) eine zentrale Rolle zu. Dieses hilft, Datensilos aufzubrechen, Informationen konsistent zu verwalten und wiederkehrende Abläufe zu automatisieren. Gemeinsam mit Digital Asset Management (DAM), Schnittstellen und intelligenten Datenservices entstehen durchgängige Prozesse.
Ob diese tatsächlich Mehrwert schaffen, lässt sich anhand konkreter Fragen überprüfen:
Wie schnell stehen neue Produktdaten in allen relevanten Kanälen bereit?
Wie viel manueller Aufwand entsteht bei der Datenpflege?
Wie zuverlässig werden Qualitätsanforderungen eingehalten?
Solche Kennzahlen machen den wirtschaftlichen Beitrag eines modernen Produktdatenmanagements sichtbar.
Von der Datenqualität zur messbaren Wertschöpfung
Der Global Data Impact Index 2026 zeigt: Unternehmen haben die Bedeutung von Daten erkannt und vielerorts solide Grundlagen geschaffen. Nun gilt es, diese konsequent für die Wertschöpfung zu nutzen.
Dafür reicht es nicht aus, Informationen zentral zu verwalten und ihre Qualität sicherzustellen. Entscheidend sind automatisierte Prozesse, kontinuierliches Monitoring und eine intelligente Verknüpfung bestehender Systeme.
Technologie allein garantiert jedoch keinen Erfolg. Erst das Zusammenspiel aus hochwertigen Daten, klaren Prozessen und einer durchdachten Systemlandschaft ermöglicht messbaren Geschäftswert.
Unser zentraler Takeaway ist also:
Den vollständigen Report gibt es hier: Global Data Impact Index 2026 by TGOA & RIWI.
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